Die Bedeutung des GMAT

Wie nutzen Business Schools den GMAT?

Für Zulassungsausschüsse ist der GMAT ein sehr hilfreiches Instrument im Auswahlprozess, da dieser ermöglicht, die grundlegenden Fähigkeiten der Studienanwärter trotz unterschiedlicher akademischer Hintergründe zu vergleichen. Anders als GPA, unterwirft der GMAT jeden Studenten denselben Standards und Verfahren. Studien haben gezeigt, dass der GMAT einen zuverlässigen Prädiktor in Bezug auf die studentischen Leistungen im ersten Jahr an der Business School darstellt.

Verschiedene Schulen, unterschiedliche Verfahren

Jede Schule nutzt den GMAT auf ihre eigene Weise. Einige Schulen setzen eine bestimmte Mindestpunktzahl bezogen auf den quantitativen und verbalen Testteil voraus, die meisten allerdings nicht. Für diejenigen, die nicht mit offiziellen Cut-Offs arbeiten, ist es wichtig zu beachten, dass das Ranking eines MBA Programms zum Teil auf den durchschnittlichen Ergebnissen des quantitativen und verbalen Teils der Studenten basiert. Der durchschnittliche GMAT Score des quantitativen und verbalen Teils liegt weltweit bei 540, der durchschnittliche GMAT Score der Studenten die zu den Top-Ten Vollzeit-Programmen in den Vereinigten Staaten zugelassen werden, beträgt zwischen 700 und 720.

Der GMAT ist keine Garantie für einen Studienplatz!

Hochschulen verwenden den GMAT zwar als Screening-Instrument, dennoch ist es wichtig sich vor Augen zu halten, dass ein guter GMAT Score nicht automatisch die Aufnahme an einer Business School garantiert. Sollten Sie einen schwachen GMAT Score haben, so muss der Rest Ihrer Bewerbung sehr überzeugend sein, um von Ihrer schwachen Punktzahl abzulenken. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Leistungen und gestalten Sie Ihre Essays so ansprechend wie möglich. Einige Schulen erlauben Ihnen sogar einen optionalen Aufsatz zu einem Thema Ihrer Wahl miteinfließen zu lassen; wenn Ihr GMAT Ergebnis schwach ist, konzentrieren Sie sich darauf in Ihrer Bewerbung zu erklären, warum Sie dennoch über die Fähigkeiten verfügen, die von der Hochschule Ihrer Wahl gefordert werden.

Worauf kommt es an?

Die meisten Schulen sind in der Regel am stärksten an der dreistelligen GMAT-Gesamtpunktzahl interessiert, die zwischen 200 und 800 Punkten liegt, da für diese die Leistung im quantitativen und verbalen Teil von besonderer Bedeutung ist. Generell liegt das Interesse der Zulassungsausschüsse nicht auf dem AWA-Teil, es sei denn, dieser liegt unter 4.5 Punkten. Es ist daher weniger wichtig, sich bei der Testvorbereitung auf den Essay-Teil zu konzentrieren, solange bei diesem 4.5 oder mehr Punkte erreicht werden.

Die Rolle des "Integrated Reasoning"-Teils

Der "Integrated Reasoning" Abschnitt kann anfänglich als eine Art Wild Card gesehen werden. Auch in Zukunft werden Business Schools ihren Fokus wohl vorrangig auf die Punktzahlen des quantitativen und verbalen Teils setzen. Dennoch werden die Hochschulen Daten über die IR-Scores sammeln und überprüfen, wie aussagekräftig diese im Hinblick auf die Leistungen der Schüler der Business Schools sind. Wenn mehr zu analysierende Daten vorliegen, um die Validität des IR-Teils zu prüfen und zu schauen, was diese Daten über die Fähigkeiten der Studenten aussagen, werden die Hochschulen damit beginnen, den IR-Teil ebenfalls in ihren Auswahlprozess zu berücksichtigen.

Wie denken Business Schools über mehrere Testversuche?

Sie können den GMAT so oft wiederholen, wie Sie möchten. Bereiten Sie sich mental darauf vor, den Test öfter als einmal zu absolvieren. Aufgrund der Vertrautheit mit dem Test und der längeren Vorbereitung verbessern sich Studenten beim zweiten Testversuch durchschnittlich um 30 Punkte. Sollten Sie glücklich mit Ihrem Testergebnis sein, müssen Sie den Test selbstverständlich kein zweites Mal absolvieren.

Business Schools interessiert es in den meisten Fällen nicht, wie oft Sie den GMAT absolviert haben, dennoch beginnen manche Schulen nach fünf oder mehr Versuchen Ihren Score als Resultat einer erhöhten Praxis zu werten. Generell sollten Sie den Test nicht öfter als drei oder vier Mal machen, da sich danach die Punktzahlen nur geringfügig verändern. Danach sollten Sie sich darauf konzentrieren, die anderen Aspekte Ihrer Bewerbung bestmöglich zu gestalten. Eine Ausnahme stellt natürlich dar, wenn Sie die verschiedenen Testversuche über mehrere Jahre hingezogen haben. Wenn bereits einige Jahre seit den letzten drei Tests vergangen sind, ist es für die Hochschulen akzeptabel den Test noch einmal zu machen.

Schulen werden in der Regel Ihren höchsten Punktesatz verwenden, wenn diese Ihre Bewerbung betrachten, lediglich einige wenige Schulen beziehen sich bei der Bewerbung auf den durchschnittlichen Score aller Punktzahlen, die Studenten mit mehreren Testversuchen erreicht haben (Informieren Sie sich am besten bei der Hochschule Ihrer Wahl, wie sie die Punktzahlen im Bewerbungsprozess händeln). In seltenen Fällen kombinieren Hochschulen Ihre Punktzahlen aus verschiedenen Tests, zum Beispiel betrachten sie dann die beste Punktzahl des quantitatven Teils aus dem einen Test und die beste Punktzahl des verbalen Teils aus dem anderen Test.